© Ralf Borges BfvK  2024                                                                                                                                                                          aktualisiert am 20. Juni 2024
Jagdverband  Märkisch-Oderland
1.
2.
3.
Fotowettbewerb für „Wildkamera-Wolfs-Fotografie“ Der Jagdverband Märkisch-Oderland rief zum Fotowettbewerb „Wildkamera-Wolfs-Fotografie“ auf. Die Teilnehmer konnten ihre Fotos bis zum 31.08.2023 einreichen. Insgesamt wurden 31 Wolfsfotos abgegeben. Auf der erweiterten Vorstandsitzung am 11.10.2023 wurden die Fotos bewertet und die drei interessantesten ausgewählt. Es handelt sich um Foto 14, 28 und 31. Foto 14 zeigt einen ausgewachsenen Wolfsrüden in unmittelbarer Nähe. Dieser Mit-Jäger kontrolliert offenbar auch die Kirrung um festzustellen, welche Beute sich hier aufhält. Foto 28 ist ein “idyllisches Winterbild mit Wolf“. Es scheint sich um eine Wölfin zu handeln. Man erkennt ihre schlanke Figur mit ihrer muskulösen Vorderhand, wobei sicherlich der dichte Winterpelz ein wenig aufträgt. Im Foto 31 schaut ein junger Wolf neugierig in die Wildkamera. Er hat sicherlich etwas leise klicken gehört. Er drehte seinen Kopf schnell zur Kamera, daher die leichte Unschärfe des Wolfgesichtes. Er spitzt die Lauscher. Insgesamt kann man sich über eine sehr erfolgreiche Wolfsfotoaktion freuen. Wenn man bedenkt, dass man höchstselten einmal einen Wolf auf der Wildkamera hat, ist die Anzahl der Einsendungen erfreulich hoch. Die Wildkameras werden meistens an Kirrungen aufgestellt, um festzustellen, welches Wild bzw. Wildschwein- rotten diese aufsucht. Durch den so gewonnen Überblick sind jagdliche Aktivitäten planbar. Bei der Kirrung werden ein paar Hände voll Mais im Boden vergraben um die Wildschweine anzulocken. Kirrautomaten oder andere Hilfsmittel sind in Brandenburg verboten. Es darf nur so viel gekirrt werden, wie die Wildschweine in einer Nacht fressen können. Küchenabfälle usw. dürfen nicht zum Kirren benutzt werden. Es kommen aber nicht nur Wildschweine zur Kirrung und zum Fototermin. Dachse und Waschbären graben oft den Mais aus, um ihn zu fressen. Füchse, Marder und Marderhunde kontrollieren gern die Kirrungen, weil sich dort auch Mäuse am Mais bedienen und sie diese dann hier erbeuten. Rehe kommen zur Kirrung und schauen nach, ob die Wildschweine ein paar ausgegrabene Maiskörner übriggelassen haben. Das trifft auch auf Rotwild zu, wobei sicherlich die Neugier überwiegt, nur mal zu sehen was da so los ist. Und der Wolf profitiert von dem ganzen Treiben und weiß genauso gut bescheid wie der Jäger. Ein weiteres interessantes Foto vom Fotowettbewerb zeigt einen Wolf, der gerade einen Waschbären trifft. Wie die Sache für den Waschbären ausging, ist nicht dokumentiert. Offenbar ist der Waschbär noch davongekommen, denn auf dem nächsten Foto (11 Sekunden später) ist nur noch der Wolf in Siegerpose da. Es ist bekannt, dass in Gebieten, in denen die Wölfe jagen anderes Raubwild deutlich weniger wird. Eine der vielen Lieblingsspeisen der Wölfe sollen auch Marderhunde sein. Es wurden weitere spannende Fotos eingereicht, auf denen drei erwachsene Wölfe zu sehen sind. Entsprechendes belegt, dass wir in Märkisch Oderland Wolfsrudel haben. Bei den Wölfen kommen auch Krankheiten vor. So ist auf einem Foto ein Wolf mit akuter Räude zu sehen. Bei dieser Krankheit fallen durch Parasiten verursacht die Haare aus und das Tier erleidet Qualen durch einen starken Juckreiz. Das kann bis zum Tod führen. Es gibt Behaup- tungen, dass Räude bei vielen Säugetierüberpopulationen auftritt. Aber der bedauernswerte Wolf kann vielleicht auch einen an Räude erkrankten Fuchs gefressen haben und hat sich so angesteckt. Beim Betrachten der Wolfsfotos läuft bestimmt so manchen ein kleiner oder sogar großer Schauer über den Rücken. Bei uns ist der Wolf wieder zu Hause. In Wald und Flur kann man ihm begegnen. Es ist aber so, dass uns die Wölfe durch ihre scharfen Raubtiersinne viel früher bemerken als wir sie. Deshalb sieht man auch höchst selten Wölfe in freier Natur. Dafür sehen sie aber uns. Der Vorstand vom JV MOL
Fotowettbewerb